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Wenn man bedenkt, dass nicht einmal die Mutter Gottes und die Engel und Erzengel und die himmlischen Fürsten, die den Teufel besiegt haben, das tun können, was ein Priester vollbringt. Wenn man bedenkt, dass unser Herr Jesus Christus beim letzen Abendmahl ein größeres Wunder als bei der Erschaffung des Universums gewirkt hat, indem er Brot und Wein in seinen Leib und sein Blut verwandelte, um die Welt zu ernähren; und dass dieses Wunder durch einen jeden Priester wiederholt werden kann. Wenn man an das andere Wunder denkt, das nur der Priester wirken kann: nämlich die Sünden zu vergeben; und dass alles, was er vom Beichtstuhl aus auf bescheidene Weise bindet, auch in der Herrlichkeit des Himmels gebunden und alles was er löst, auch im Himmel gelöst sein wird. Wenn man bedenkt, dass die Menschheit dadurch erlöst wurde und die Welt dadurch Bestand hat, dass Männer und Frauen täglich diesen erlösenden Leib und das Blut kosten können, das Ihnen nur ein Priester geben kann. Wenn man bedenkt, dass diese Welt verhungern würde, ohne dieses bisschen Brot und Wein, das der Priester ihr durch seinen Dienst schenkt. Und wenn man bedenkt, dass jener Hungertod der Welt tatsächlich eintreten kann, da es an Berufungen mangelt. Dann wird der Himmel erschüttert und die Erde wird zerbersten, als ob die Hand Gottes sie nicht länger hielte. Die Menschen werden schreien und seufzen vor Hunger und Angst, sie werden um dieses Brot flehen und es wird niemand da sein, um es Ihnen zu geben. Sie werden um die Lossprechung von Ihrer Schuld flehen, doch niemand wird sie Ihnen gewähren können. Wenn man bedenkt, dass der Priester dringender gebraucht wird, als ein König, als ein Soldat, als ein Kaufmann, als ein Arzt, als ein Lehrer, weil er all jene ersetzen kann, aber niemand ihn ersetzen kann. Wenn man bedenkt, dass der Priester, wenn er am Altar steht eine unendlich viel größere Würde innehat, als ein König; dass er nicht nur ein Symbol oder ein Vertreter Christi ist, sondern dass dort Christus selbst das größte göttliche Wunder wiederholt. Wenn man das alles bedenkt, begreift man die unglaubliche Notwendigkeit, priesterliche Berufungen zu fördern. Man versteht den Eifer früher Zeiten, als sich jede Familie danach sehnte, dass aus ihr einmal eine priesterliche Berufung hervorgehen wird. Man versteht diesen hohen Respekt, der Priestern in der Gesellschaft einst gezollt wurde. Man versteht, welch ein Verbrechen es ist, wenn jemand eine Berufung verhindert oder jemanden entmutigt, der eine Berufung hat. Man begreift, dass ein Seminar oder ein Noviziat unendlich mehr sind, als eine Schule oder ein Krankenhaus. Wenn man das alles bedenkt, erkennt man, was ein Priester ist und wie sehr er gebraucht wird. Hugo Wast |
Vatikan meditiert heute mit P. Raniero Cantalamessa, OFMcapp <www.zenit.org, März 5> Aktion und Kontemplation: Bonaventura ist Vorbild für Papst <www.zenit.org, März 3> Berufungsportal ADSUM 2010 online <www.kath.net, März 1> | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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