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Aufgewachsen in einer gläubigen Familie wurde ich im Glauben v. a. geprägt vom Zeugnis meiner Mutter. Wir Kinder erlebten, dass die Hl. Messe für sie die Kraftquelle war, um die Herausforderungen des Alltages zu bestehen. Von klein an hat sie uns in die Hl. Messe mitgenommen und mit uns gebetet. In den rebellischen Jugendjahren habe ich peau á peau den Glauben vernachlässigt und bald gänzlich hinter mir gelassen. Mit 17 Jahren zog ich im Streit Zuhause aus und beschloss von nun an mein Leben zu leben. Glaube, Kirche, die Gebote oder GOTT waren mir gleichgültig geworden, das schien ja mein Glück zu behindern. Ich lebte, wie es die Medien propagieren: Tu was du willst und wozu du Lust hast. Allerdings: je mehr ich dies tat umso leerer wurde ich innerlich. Ich konnte nichts von dem Glück empfinden, das verheißen wurde. Nach einer gescheiterten Beziehung und mehreren kurzen Abenteuern stürzte ich mich in die berufliche Karriere. Aber ich blieb innerlich leer und unerfüllt. Schließlich suchte ich mir eine Arbeitsstelle in der Nähe meiner Eltern und fragte mit zitterndem Herzen, ob ich wieder Zuhause wohnen könne. Mein Vater sagte mit Freuden sofort ein klares JA. Er half mir meine Wohnung aufzulösen und wir fuhren mit 2 Autos voll beladen die 200 km in meine neue alte Heimat. Während der ganzen Fahrt habe ich vor Freude gesungen. Im Rückblick erkenne ich, dass mir damals in meinem Vater der himmlische barmherzige Vater begegnet war, der mich ohne Fragen mit Freude aufnahm! Allerdings entsinne ich mich sehr deutlich, wie schroff ich meiner Mutter sagte, dass sie mich ja mit Kirche und GOTT in Ruhe lassen möge. Etwa 1 Jahr später fuhr ich aus Jux nach Lourdes. Weder dachte ich ernsthaft an GOTT, noch daran eine Wallfahrt zu machen. Nun ja: der Mensch denkt und GOTT lenkt! In Lourdes wurde ich so von GOTT ergriffen, dass ich dort zum ersten Mal nach vielen Jahren zur Beichte ging. Zwar wusste ich nicht mehr, wie beichten denn geht, aber im Beichtstuhl saß ein ganz lieber Priester, der mir half, mit GOTT in mein Leben zu schauen, meine Sünden zu erkennen und zu bekennen. Danach fühlte ich mich wie ein neugeborenes, frisch gebadetes und gesalbtes Kind! Pudelwohl! Glücklich und frei wie schon lange nicht mehr! Als mir bald darauf das Geschehen der Hl. Messe erklärt wurde, hat mich das nicht mehr in Ruhe gelassen. Oft bin ich nach der Arbeit in unsere Dorfkirche gegangen um mit GOTT zu sprechen: Wenn du da im Tabernakel GOTT bist, dann bitte lass mich dieses Unfassbare verstehen. Mir war klar: entweder sind alle Katholiken total verrückt, die sich vor diesem Stück Brot in die Knie werfen oder, wenn stimmt was die Kirche sagt: Dies ist JESUS, GOTT und Mensch in Fleisch und Blut, unsichtbar aber real. Dann, ja dann wäre ich die Verrückte, wenn ich lebe, als gäbe es IHN nicht. Immer mehr fühlte ich mich von diesem Geheimnis angezogen und immer lauter wurde auch in mir der Ruf, IHM ganz zu gehören. Als ich diesen Schritt endlich wagte, schenkte ER mir eine tiefe Freude. Als ich schließlich die erste zeitliche Profess ablegte, bekam ich als Lebensprogramm den Beinamen: vom heiligsten Altarsakrament! Dies war für mich ein starkes Gotteszeichen, denn ich hatte meiner Noviziatsleiterin nie erzählt, dass die Eucharistie für mich die wesentlichste Umkehr-Erfahrung war! Ich begriff noch tiefer: Ja, GOTT meint mich! ER liebt mich! ER hat sich für mich hingegeben! Ich bin Seine vielgeliebte Tochter! AMEN! HALLELUJA!
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