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Kriterien und Anzeichen einer Berufung I. Tragfähige Motivation Die folgenden Sätze wollen schematisch, von verschiedenen, sich nicht aus-, sondern einschließenden Ansätzen her, die Grundstruktur einer tragfähigen Motivation skizzieren, die einer Berufung entspricht. Verkürzungen und Einseitigkeiten der Motivation sind im Anfangsstadium des Wachstums geistlicher Berufung kein Zeichen gegen die Echtheit. Wohl aber ist es unerlässlich, dass sich auf Dauer die rechten Motive in der Haltung und im Verstehen durchsetzen. Leben und Wollen des Berufenen erhielten dann in etwa folgende Gestalt: * Gott, du bist groß - Gott, du bist gut - tu mit mir, was du willst! * Gott, du bist wirklicher - Gott, du bist wichtiger, das soll mein Leben sein! * Die da brauchen dich, Gott - sie brauchen Menschen - Gott, brauche mich! * Liebe hat mehr recht, Liebe ist stärker - ich glaube an die Liebe - ich will dafür leben, dass viele an die glauben! (P. Willi Lambert SJ, in: WEGBEREITER. Magazin für Berufe der Kirche 1/96, 12f.) II. Elementare menschliche Merkmale einer Berufung 1. Mut zum Mehr - Mut zum Weniger. 2. Konzentration aufs Eine - Öffnung für alle. 3. Demut - Selbstannahme. 4. Fähigkeit zur Entscheidung - zum Abschied - zur Treue. 5. Wegbereitschaft, Wegfähigkeit. 6. Umkehr der Maßstäbe, "neue" Logik. 7. Allein gegen den Strom schwimme - Glied sein des eigenen Leibes. 8. Ja zum Leib - Ja zur Hingabe des Leibes 9. Loslassen - Einbringen; Verzichten - Gestalten. 10. Beurteilen, nicht urteilen. III. Aus der Perspektive des Evangeliums Die Berufungsgeschichten des Evangeliums, aber mehr noch das Ganze seiner Verheißung und Forderung sind nicht nur der Maßstab einer jeden Berufung, sie lassen auch die Voraussetzungen sehen, die erfordert sind, wenn einer mit seiner Existenz nichts anderes sein will als "Evangelium", als "Antwort" an Gott und "Zeugnis" für Gott. Darum aber geht es bei Berufung. Dies bedeutet: * Lebensentscheidung für Gott (vgl. z.B. Mt 6,33; Mk 1,15). * Kehrseite: Alles verlassen (vgl. z.B. Mk 1,20; Mk 10,17-31; Lk 14,25-35). * Leben "auf sein Wort hin" (vgl. z.B. Lk 5,5; Joh 6,67-69; 14,23f). * Glauben an die Liebe (vgl. z.B. Gal 2,20; 1 Joh 4,16). * Die Liebe durch Liebe bezeugen (vgl. z.B. Mk 12,28-34; Joh 13,34; 1 Kor 13). * Das Kreuz tragen (vgl. z.B. Mk 8,34-38; Mt 10,37-39; Joh 12,24-26; Röm 5,1-5). * Leben mit dem lebendigen Herrn (vgl. z.B. Joh 15,1-8; Phil 3,7-14; Kol 3,1-11). * Einheit leben, Einheit stiften (vgl. z.B. Joh 17,20-26; 1 Kor 12, Phil 2,1-11; Eph 4,1-16). (Bischof Klaus Hemmerle, Kriterien und Anzeichen einer Berufung, in: Das Wirken des Geistes deuten. Hilfen zur Weckung und Förderung geistlicher Berufe, hrsg. vom Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz, Bonn, 1979, 51-55)
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Die Sprache Gottes erlernen: P. Raniero Cantalamessa über die Macht des Wortes <zenit.org, Juli 11> Berufungspastoral in Europa heute: 98 Delegierte aus 21 Ländern trafen sich in Porto <zenit.org, Juli 10> Insbesondere möchte ich euch den Apostel Paulus zum Vorbild geben <zenit.org, Juli 9> | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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