
Biblisches Wörterbuch zum Thema Berufung in Rom vorgestellt
Glaube und
Gebet sind die Lösung
ROM, 7. November 2007.- In Rom wurde in diesen Tagen ein Biblisches Wörterbuch
zum Thema Berufung vorgestellt, das sich besonders an junge Menschen und Träger
der Jugendarbeit wendet. An dem einmaligen Werk, das 1.128 Seiten aufweist,
haben 70 Bibelwissenschaftler mitgewirkt, darunter acht Frauen. Das Lexikon
enthält in 160 Sparten zahlreiche Artikel, angefangen von Abraham bis Zelo
(Celo). Es will eine Brücke zur heutigen Kultur und Gesellschaft
bauen.
Entstanden ist das Opus, das auch Mitarbeitern im kirchlichen
Dienst in ihrer Arbeit in der Berufungspastoral fachlich hochqualifizierte
Anregungen liefern möchte, dank der gemeinsamen Initiative des Italienischen
Bibelwerkes mit Rogate, dem
Zentrum für
Berufungs-Spiritualität der Rogationisten in Rom.
Pater Giorgio Nalin RCJ, Generaloberer der
Kongregation der Rogationisten (mit der auch der Frauenorden der Töchter des
göttlichen Eifers verwandt ist), erklärte während einer Pressekonferenz das
Anliegen des Berufungs-Lexikons, das derzeit nur in italienischer Sprache
vorliegt: Die heutige Kultur und die Berufungspastoral der Kirche sind
gleichermaßen eingeladen, sich davon zu überzeugen, dass die Lösung im Glauben
und im Gebet liegt.
Pater Nalin eröffnete, dass eine Hochschule für
Berufungspastoral in Rom unter Trägerschaft der Rogationisten in Planung sei.
Gegenwärtig gibt das Zentrum Rogate drei Zeitschriften heraus, die dieses
Anliegen aus biblischer, pastoraler und liturgischer Perspektive beleuchten:
Rogate ergo, Mondo Voc und Cenacoli Voc.
Projektleiter Giuseppe De
Virgilio erinnerte daran, dass die Realität von Ruf und Berufung kein
theologisches Konzept sei, sondern grundsätzlich der hermeneutische Schlüssel
für die ganze Offenbarung und Heilige Schrift, die immer als Offenbarung von
Gottes Werk in der Geschichte zu deuten sei. Deshalb sei jeder Anruf Gottes auch
als Ruf zur Erlösung im Mensch gewordenen Wort-Anruf Jesus Christus zu
verstehen, in dem Gott selbst seine ganze Liebe mitteile.
Msgr. Rinaldo
Fabris betonte in seinem Beitrag die unlösbare Verbundenheit zwischen Berufung
und Sendung.
Die Ordensfamilie der Rogationisten wurde durch den heiligen
Annibale Maria Di Francia 1878 in Avignone begründet. Ihr Apostolat konzentriert
sich auf die Zentren für Berufungs-Spiritualität in den einzelnen
Niederlassungen und die Verbreitung des Gebets für Berufungen gemäß der
Aufforderung Jesu: Bittet den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter in seine Ernte
sende.
Das Berufungsapostolat der Rogationisten entfaltet sich durch
Missionen, das Leben in den Pfarreien, Oratorien, Sanktuarien, Schulen und
Kollegien. Ihre Werke der Barmherzigkeit, Behindertenheime, Wohnheime für
elternlose Kinder und Waisen oder Sozialzentren für die Aufnahme von Armen und
Ausgegrenzten offenbaren die diakonische Dimension von
Seelsorge.
Zenit.org