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José Alberto Velasco Bracamontes wurde am 27. März 1982 im mexikanischen Guadalajara als drittes von insgesamt sechs Geschwistern geboren. Nachdem er schon fast den Gipfel seiner Karriere erklommen hatte, führte ihn Gott auf einen anderen Weg. Der Fußball war mein Ein und Alles. Obwohl das tägliche Training sehr anstrengend war, war es das Einzige, was ich in meinem Leben wirklich wollte. Mein Ziel war es, Profi zu werden, viel Geld zu verdienen, ein teures Auto zu fahren, Ruhm und Ehre zu erlangen und eine hübsche Frau zu lieben. Als ich 17 Jahre alt war, schienen sich all meine Träume zu verwirklichen. Ich stand bei einem Verein der zweiten Liga unter Vertrag und zwei meiner Onkel, beide Trainer von Mannschaften der ersten Liga, einer sogar der Nationalmannschaft, wollten mich schon bald in ihren Mannschaften spielen sehen. Das war wie es schien die Frucht des täglichen harten Trainings. Zuhause war ich sieben Jahre lang der Jüngste, dann aber entschieden sich meine Eltern für eine größere Familie. Vielleicht lebt man in einer kleinen Familie etwas wohlhabender, aber was für uns Kinder diese neue Welt einer neunköpfigen Gemeinschaft an Freude brachte, ist für mich schwer in Worte zu fassen. Es waren ganz einfach wunderbare Kindheits- und Jugendjahre. Gott hatte immer eine Rolle in meinem Leben gespielt. Ich war praktizierender Katholik, ging jeden Sonntag zur Messe, beichtete monatlich und hatte gute und gesunde Freundschaften. Trotzdem hatte Gott in meinem Leben nicht immer den ersten Platz. Immer mehr schob ich ihn beiseite, um meine eigenen Pläne verwirklichen zu können. Daher verspürte ich jedoch zunehmend eine große innere Leere, welche die Reize der Welt nicht ausfüllen konnten, und musste mir eingestehen, dass ich mein Leben irgendwie verschwendete, wenn ich es nicht so nutzte, wie ich es mir ganz tief drinnen eigentlich vorstellte. Bei einem Einkehrtag wendete sich jedoch das Blatt. Im Gebet fragte ich mich intensiv, was ich in meinem Leben erreichen wollte und was das wirklich Wichtigste sei. Schließlich kam ich zu der Überzeugung, dass ich das Glück nur dann erlangen kann, wenn ich Gottes Willen erfülle, indem ich den Menschen helfe, zu ihm zu gelangen. Durch die Teilnahme an zahlreichen Missionsaktionen in Großstädten und auf dem Land begegnete ich dem Leid vieler Menschen. Dabei wurde mir bewusst, wie sehr die Menschen außer einer materiellen Hilfe auch und vor allem die Freundschaft mit Christus suchen und brauchen. An den Abenden sprach ich mit meinen Freunden lange über die Flüchtigkeit dieses Lebens und die Wichtigkeit, das ewige Leben zu erlangen. Im Gebet und in den Erfahrungen des Apostolates wuchs in mir langsam die Entscheidung, Gott alles zu geben und mich in seinen Dienst zu stellen, damit er durch mich in der Welt handeln kann. Wenn ich nun hier im Noviziat nicht mehr jeden Tag stundenlang auf dem Rasen stehe, sondern ihn mit der Kapelle, dem Gemeinschaftsleben, dem Studium getauscht habe, verspüre ich dennoch jene erfüllende Gewissheit, im wichtigsten Spiel meines Lebens in Führung zu liegen. José Alberto Velasco Bracamontes nLC aus: L, Vierteljährliches Magazin der Legionäre Christi, 2006 01 |
Mehr Priesteranwärter in Polen <www.kath.net, November 17> Benedikt XVI: Auch Studium im Dienste Gottes <Radio Vatikan, November 5> Priesterseminar Freiburg: Berufungen sind kein Schicksal <Radio Vatikan, September 22> | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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