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Wir müssen für die Menschen da sein Brief an die Priester
ROM, 6. Juni 2009 (ZENIT.org). Wir veröffentlichen den Brief, den Kurienerzbischof Mauro Piacenza, Sekretär der Kongregation für den Klerus, aus Anlass des bevorstehenden Priesterjahrs an alle Priester geschrieben hat. *** Liebe Priester!
Jeden Tag ergeht der Ruf an uns, uns zu bekehren, aber in diesem Jahr gilt uns und allen, die das Geschenk der Priesterweihe empfangen haben , dieser Ruf ganz besonders. Umkehr, aber wohin? Umkehr, um auf immer authentischere Weise zu dem zu werden, was wir sind; Umkehr zu unserer kirchlichen Identität durch einen Dienst, der dieser Identität auf vollkommene Weise entspricht, damit eine Erneuerung im freudigen Bewusstsein über unser Sein unser Handeln bestimmt oder besser noch, damit dieses Bewusstsein Christus, dem Guten Hirten, Raum gibt, in uns zu leben und durch uns zu handeln. Unsere Spiritualität kann nichts anderes als ein Spiegelbild der Spiritualität Christi, des einzigen Hohenpriesters des Neuen Bundes, sein. In diesem Jahr, das uns die Fügung durch den Heiligen Vater geschenkt hat, werden wir alle miteinander danach streben, in Gemeinschaft mit dem Vater und dem Heiligen Geist Bezug auf die Identität Christi, des Sohnes Gottes zu nehmen, der im jungfräulichen Schoß Mariens Fleisch angenommen hat. Wir werden Bezug nehmen auf seine Sendung, die darin bestand, den Vater und dessen großartigen Ratschluss im Hinblick auf unsere Erlösung zu offenbaren. Diese Sendung bezieht sich auch auf die Auferbauung der Kirche: sehet da, den Guten Hirten (vgl. Joh 19, 1-21), der sein Leben für die Kirche hingibt (vgl. Eph 5, 25). Umkehr, ja, und zwar täglich, damit Christi Lebensstil immer mehr der unsere werde. Wir müssen für die Menschen da sein; wir müssen uns darum bemühen, in Gemeinschaft mit den Menschen zu leben, in heiliger und göttlicher Liebe, in einer Liebe, die Leben schenkt (hier liegt auch der Reichtum des heiligen Zölibats verborgen); in einer Liebe, die dazu verpflichtet, in wahrer Solidarität mit den Leidenden und Armen zu leben, den Armen, die unter jeglicher Form von Armut leiden. Wir müssen Arbeiter sein, die am Werk der Auferbauung der einzigen Kirche Christi mitarbeiten, weswegen wir in herzlicher, treuer und motivierter Gemeinschaft mit dem Papst, den Bischöfen, den Mitbrüdern und Gläubigen leben müssen. Im Schoß des Mystischen Leibes verankert, müssen wir am Weg der Kirche festhalten, auf dem diese ohne Zäsuren gewandelt ist. Wir müssen dieses Jahr auf geistliche Weise mit einem größeren Herzen (dilatato corde) durchwandeln, indem wir unserer Berufung entsprechen und dann mit mehr Fug und Recht behaupten dürfen: Nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir (Gal 2, 20).
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Mehr Priesteranwärter in Polen <www.kath.net, November 17> Benedikt XVI: Auch Studium im Dienste Gottes <Radio Vatikan, November 5> Priesterseminar Freiburg: Berufungen sind kein Schicksal <Radio Vatikan, September 22> | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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