Inhalt Fragen und Antworten Zeugnisse ![]() Gebet ![]() Materialien ![]() Termine ![]() Multimedia ![]() Über uns ![]() Links und Statisti... ![]() Berufungsfindung Archiv Kontakt
eMail Newsletter |
| ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]()
AUGSBURG,
14. April 2008 (ZENIT.org) Ein
geistlicher Wegbegleiter, der die Gabe der Unterscheidung der Geister besitzt,
und Demut sind zwei grundlegende Elemente, will man den Ruf Gottes hören und ihm
folgen. Das bekräftigte Bischof Gregor Maria Hanke OSB gestern, am Weltgebetstag
um geistliche Berufungen, im Gespräch mit ZENIT. Gott
sucht für mich nicht die nach meiner Meinung beste aller Möglichkeiten aus,
erklärte der Hirte von Eichstätt am Rande des
internationalen Kongresses Treffpunkt Weltkirche 2008 in Augsburg. Jede Berufung
ist Stellvertretung, weil wir teilhaben an der Berufung, an der Sendung Jesu
Christi, in dem die Stellvertretung am Kreuz ihren Höhepunkt gefunden
hat. ZENIT: Herr
Bischof, jeder ist berufen. Doch damit man die Berufung erkennen kann, ist es
erforderlich, dass man auf Gott schaut. Mitunter gibt es Dinge, die von Gott
ablenken. Wie kann man denen, deren Blick verstellt ist, den Zugang zu Gott
erleichtern? Bischof
Hanke: Dazu
bedarf es guter Wegbegleiter und der Befähigung der einzelnen, das Wort Gottes
und die Lehre der Kirche zu hören. Also, die Hörbereitschaft und die Begleitung
sind ganz entscheidende Faktoren, um Berufung zu erkennen, Berufung ergreifen zu
können. Natürlich kommt dann auch hinzu, dass Berufung eine menschliche Reifung,
einen menschlichen Reifungsgrad voraussetzt. ZENIT: Wie
haben Sie selbst Ihre Berufung entdeckt? Bischof
Hanke: Ich
musste nach meiner Berufung lange ringen und suchen, und bin rückschauend
betrachtet viele Umwege gegangen. ZENIT: Könnten
Sie das kurz schildern? Bischof
Hanke: Ich
bin in das Priesterseminar eingetreten und spürte dann im Seminar, dass da etwas
für mich nicht richtig ist. Ich bin im vierten Jahr ausgetreten, und habe dann
als freier Student Theologie fertig studiert. Danach war ich ein Jahr lang
Religionslehrer an einer Berufsschule. Das war für mich ein wichtiges
Entscheidungsjahr. In
diesem Jahr spürte ich wieder das Verlangen, den geistlichen Weg zu gehen,
wusste aber noch nicht, wohn mich dieses Verlangen oder vor allem Gott führen
würde. Ich war unentschlossen. Einerseits faszinierte mich die Spiritualität des
Ignatius, und dann hat sich ein merkwürdiges Ereignis
zugetragen. Ich
war einige Tage im Kloster Plankstetten, und am vierten Tag wusste ich: Das ist
der Weg. Und ich habe mich am Abend des vierten Tages dann beim Abt angemeldet,
bin nach Hause gefahren, habe meinen Dienst gekündigt und bin dann zu Ende des
Schuljahres ins Kloster eingetreten. ZENIT: Wie
aktuell ist das monastische Ideal? Bischof
Hanke: Das
monastische Ideal ist aktueller denn je. Wir leben in einer Zeit, in der das
Spezialistentum immer mehr zunimmt. Die Menschen leben in verschiedenen
Welten, die sie teilweise gar nicht mehr zusammenbringen. Das monstische
Leben, die monastische Spiritualität geht davon aus, dass durch die Erfahrung
der Gegenwart Gottes es nur eine Welt gibt. In
Gott kann ich die vielen Welten, in denen ich mich bewege die Welt der Arbeit,
die Welt der Privatsphäre, die Welt der Familie zu einer Welt einen: der Welt
Gottes. Und das ist, glaube ich, die große Botschaft der monastischen
Spiritualität auch heute: Gott suchen überall! ZENIT: Was
raten Sie denen, die meinen, eine geistliche Berufung zu haben, aber nicht
wissen, wie sie weiterkommen sollen? Bischof
Hanke: Es
ist ganz wichtig zu beten und vor allem einen geistlichen Wegbegleiter zu haben,
der die Gabe der Unterscheidung der Geister hat. ZENIT: Ist
es nicht manchmal so, dass suchende Menschen übersehen, dass man möglicherweise
gerade dort, wo man ist, schon berufen ist? Bischof
Hanke: Die
Gefahr ist bei vielen jungen Menschen, dass sie in ihrer Suchbewegung
überdrehen. Die Suche beziehungsweise das Annehmen eines Rufes erfordert auch
Demut, das heißt: Gott sucht für mich nicht die nach meiner Meinung beste aller
Möglichkeiten aus, sondern ich muss mich einlassen auf das, was Gott mir zuweist
und zutraut. Und hier ist in der Tat auch bei religiös eingestellten jungen
Menschen eine Diskrepanz festzustellen. Da fehlt es dann etwas an der Demut. Und
die Demut, die kann eigentlich nur gefördert werden im Miteinander, durch einen
klugen und frommen geistlichen Wegbegleiter. ZENIT: Ist
jede Berufung immer auch Stellvertretung? Bischof
Hanke: Jede
Berufung ist Stellvertretung, weil wir teilhaben an der Berufung, an der Sendung
Jesu Christi, in dem die Stellvertretung am Kreuz ihren Höhepunkt gefunden
hat. ZENIT: Wie
wird man Stellvertreter? Bischof
Hanke: Einswerden,
Ähnlichwerden mit Christus, das ist das Erste. Christus immer ähnlicher werden,
wie Paulus es sagt, dann werde ich von Gott in die Stellvertretung
hineingeführt. ZENIT: Wie
können Eltern ihre Kinder auf eine Berufung hin
erziehen? Bischof
Hanke: Eltern
haben die Berufung, die Stellvertretung sehr praktisch zu leben. Sie müssen ja
viele Rückschläge in Kauf nehmen, vor allem heute, wo es so viele Miterzieher
gibt. Im Bereich des Glaubens sehen sich da Eltern in der Tat oft in einer
schwachen Position, ja geradezu in einer Minderheitenposition, und da möchte ich
den Eltern Mut machen: Dass gläubige Gehen auf dem Weg, auch in der Intention
für die Kinder, das bringt Segen, abgesehen davon, dass allein schon das
Zeugnisgeben vor den Kindern ein sehr wichtiges Element ist, das auch die Kinder
nachhaltig beeinflussen wird. Ich bin überzeugt, dass manches Kind, mancher
junge Mensch, wenn er erwachsen ist, zur Einsicht kommt und sich an das Beispiel
der Eltern zurückerinnert. Die
Macht der Bilder, das gilt auch hier beim religiösen Vorbild. Das sollten wir
nicht unterschätzen. Aber darüber hinaus auch dieses stellvertretende Beten,
dieses stellvertretende Handeln für die Kinder. Ich
habe eine Mutter kennen gelernt, deren heranwachsender Sohn sonntags nicht mehr
zur Messe gehen wollte. Diese Mutter hat gesagt: Jetzt gehe ich zwei Mal: Einmal
für mich, und einmal stellvertretend für meinen Sohn. Das ist eine
wunderbare, schöne Einstellung christlicher
Stellvertretung. [Das Interview führte Dominik Hartig] |
Frauen aus 52 Ländern folgen Einladung zum Kongress des Ordo der Geweihten Jungfrauen <zenit.org, April 28> Diener der Freude: Predigt Benedikts XVI. bei der Priesterweihe im Petersdom <zenit.org, April 28> Benedikt XVI.: Sät die Freude des Evangeliums! <zenit.org, April 28> | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Ein Apostolat der Legionäre Christi und des Regnum Christi im Dienst der Kirche. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Offizielle Website der Legionäre Christi Offizielle Website des Regnum Christi Kontakt Copyright 1999-2008, Legion of Christ. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||