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Miguel-Ángel Carranco wurde am 8. April 1978 in Mexiko-Stadt geboren, wo er auch seine Kindheit verbrachte. Nach einem BWL-Studium entschloss er sich im Sommer 2004, in das Noviziat einzutreten, während er schon vorher zahlreiche Erfahrungen in den verschiedenen Apostolaten des Regnum Christi sammeln konnte. Seine Eltern und Geschwister haben im Regnum Christi ebenfalls ihr Zuhause gefunden. Komm mit, oder du bist ein toter Mann! In jener Nacht hatte ich plötzlich eine Pistole am Kopf und dachte an all die Dinge, die ich in meinem Leben getan hatte, und an die Ewigkeit, die sich näherte... Sie sagten mir, ich solle meinen Mund halten. Ich glaube, dort habe ich gelernt, was Gehorsam bedeutet! Um sie abzulenken, erzählte ich ihnen von meinem Regnum Christi-Apostolat Imágen Deportiva, das in Mexiko arme Kinder unterstützt. Das schien die beiden irgendwie beeindruckt zu haben. Jedenfalls kann ich mir bis heute nicht erklären, warum sie mich gegen Mitternacht dann doch aus dem Auto stießen und gehen ließen. Außer meinem Geldbeutel behielten die Unbekannten auch meinen Rosenkranz, den ich ihnen geschenkt hatte. So ist mein ganzes Leben: voller Überraschungen; die meisten zum Glück positiv, aber auch die Erfahrung der Entführung sehe ich heute als Vorbereitung meiner späteren Entscheidung für das Priestertum! Ich wuchs in einer unübertrefflichen Familie auf, bei meinen Eltern und meinen Geschwistern Irmis, Mary und Hayo. Ich komme aus Mexiko, aus der größten Stadt der Welt, Mexiko-Stadt. Inmitten von mehr als 25 Millionen Menschen erlebte ich seit meiner Kindheit etwas, was vielen paradox erscheinen mag: normale junge Menschen, die auf der einen Seite ihr Leben genießen, die aber gleichzeitig ihre Ferien dafür hergeben, um zusammen mit Tausenden von Gleichaltrigen in arme Dörfer auf Missionen zu gehen. Ich erlebte junge Menschen, die großartige Apostolate auf die Beine stellten und damit Tausende oder sogar Millionen von Menschen über Radio und Fernsehen erreichten. Diese jungen Menschen, viele davon waren meine Freunde, und ich waren und sind Mitglieder der Bewegung Regnum Christi. Zu verschiedenen Anlässen bat man mich, bei großen Kongressen vor Tausenden von Jugendlichen Vorträge zu halten. Es war eine unvergessliche Zeit mit den besten Freunden, viel Musik und sehr fruchtbarer Arbeit. Und doch fehlte mir noch etwas. Eines Tages traf ich in einer Kirche eine weinende junge Frau, die einen Priester um die Beichte gebeten hatte und aus Zeitmangel abgewiesen worden war. Ich wollte ihr helfen, einen Priester zu finden, und dachte dabei daran, wie wichtig es ist, dass es in der Kirche viele und gute Priester gibt. Gleich darauf hörte ich in meinem Inneren die Antwort Gottes: Ich will nicht, dass du mir hilfst, andere zu finden. Ich will dich! In diesem Moment spürte ich zwar eine unbeschreibliche Freude, doch erwiderte ich unwillkürlich: Nein, das ist doch nichts für mich. Nach Abschluss meines BWL-Studiums im Sommer 2002 bat mich ein Freund, bei der Vorbereitung einer Veranstaltung mit dem Gründer der Legionäre Christi zu helfen. Es scheint, dass Gott diesen Moment gewählt hat, um seinen Plan zu Ende zu führen. Ich weiß selbst nicht mehr warum, aber als ich P. Marcial bei diesem Treffen begrüßte, bat ich ihn spontan: Nuestro Padre, beten Sie für mich, damit ich meine Berufung finde. Erschrocken fragte ich mich gleich, was ich da eigentlich gesagt hatte. P. Maciel blickte mich an und antwortete: Bitte mich nicht dafür zu beten, dass du deine Berufung findest... Bitte mich lieber, dafür zu beten, dass du dem Ruf Gottes großzügig antwortest! Nach langem Ringen stand für mich fest: Das schlimmste Gefängnis ist das eines verschlossenen Herzens. Gott entführt mich nicht, sondern lädt mich ein, ihm in Freiheit und Liebe nachzufolgen. Ich bin glücklich, dass mich sein Ruf jetzt ins Noviziat in Deutschland geführt hat. Lieben bedeutet, sich selbst zu verlassen; lieben bedeutet, das Leben zu geben. So sehe ich jeden Tag meines Lebens als eine Entscheidung, und zwar die, die am höchsten hinaus führt... in die Ewigkeit! Miguel-Ángel Carranco nLC aus: L, Vierteljährliches Magazin der Legionäre Christi, 2005 02 |
Johannes (Name wurde geändert) fragt:
Die Sprache Gottes erlernen: P. Raniero Cantalamessa über die Macht des Wortes <zenit.org, Juli 11> Berufungspastoral in Europa heute: 98 Delegierte aus 21 Ländern trafen sich in Porto <zenit.org, Juli 10> Insbesondere möchte ich euch den Apostel Paulus zum Vorbild geben <zenit.org, Juli 9> | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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