Liebe Melanie in Christus,
dass Sie sich diese Frage stellen, zeugt davon, dass Glaube und Gott Ihnen wichtig sind. Das ist bereits eine große Freude für Christus, der voll Liebe und Hoffnung auf Sie schaut.
Die Einladung, sein Leben ganz in den Dienst Gottes zu stellen und vielleicht Ordensschwester zu werden, ist in erster Linie ein Anruf Gottes, der in Liebe einen Menschen einlädt, ganz mit ihm zu gehen. Daher gehört zum Wichtigsten bei der Berufungsfrage das Gebet. Denn der Geber der Berufung ist derjenige, der mich den Weg erkennen lassen muss. Daher lade ich Sie ein, täglich in einfachen Worten Gott darum zu bitten, Ihnen den rechten Weg zu weisen und in der Stille darauf zu hören, was er Ihnen mitteilen möchte.
Desweiteren ist es hilfreich, einen guten und erfahrenen geistlichen Begleiter zu finden, der auf dem Weg der Berufungsfindung beratend und betend zur Seite steht. Normalerweise verfügt jede Diözese über Verantwortliche der Berufungspastoral, wo Sie sich erkundigen können. Vielleicht kennen auch kirchlich orientierte Bekannte einen guten Priester, der Ihnen helfen kann.
Zur Berufungsfindung gehört auch, Ordensgemeinschaften oder Bewegungen, Säkularinstitute usw. kennen zu lernen und zu besuchen. Machen Sie sich einfach auf, und erfahren Sie, wo Sie sich zuhause fühlen.
Schließlich möchte ich Sie zur Großzügigkeit ermutigen. Gott lässt sich niemals in dieser Tugend übertreffen. Was immer Sie ihm schenken werden, er wird es Ihnen 100fach vergelten. Lädt er Sie dazu ein, ein ganzes Leben vertraut mit ihm zu verbringen, wird er Sie ohne Zweifel überglücklich machen. Haben Sie also Mut! Gott ist ein guter Vater und möchte unser Glück. Wenn wir uns ihm anvertrauen, wird er uns Tag für Tag führen, immer mehr zu einem Leben der Fülle.
Liebe Melanie, ich wünsche Ihnen Gottes Segen auf Ihrem Weg und stehe für alle Anliegen gerne zur Verfügung.
In Christus, Ihr P. Klaus LC |